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In der Werbung ist die Kameraauflösung eines der wichtigsten Argumente. Dabei vergißt man mitunter zu erwähnen, daß es keinen Sinn macht, wenn der Sensor eine höhere Auflösung hat als das Objektiv, oder daß die Auflösung nur dann etwas bringt, wenn die Bildinformationen nicht im Bildrauschen untergehen.Tendenziell nimmt das Bildrauschen bei Reduzierung der Pixelgröße zu. Eine Erhöhung der Bildauflösung durch Interpolation in der Kamera ist unsinnig.
Unter der Voraussetzung, daß die Auflösung des Sensors der begrenzende Faktor ist, gelten folgende Forderungen an die Kameraauflösung. Abhängig sind diese vom vorgesehenen Verwendungszweck, der geforderten Qualität und vom zu erwartenden Betrachtungsabstand. Bei größeren Bildern geht man aufgrund des begrenzten Gesichtsfeldes des Menschen von einem größeren Betrachtungsabstand aus. Die angegebenen Werte sind Richtlinien. Die nutzbare Auflösung der Kamera hängt auch vom Seitenverhältnis des Sensors ab (10 x15 entspricht 2:3, viele Kompaktkameras haben aber ein Seitenverhältnis von 4:3)
Für die Ausbelichtung bzw. für den Ausdruck mit einem brauchbaren Fotodrucker sollten es 300 dpi sein, 150 dpi reichen für großformatige Ausdrucke bzw. Fotos mit reduzierten Qualitätsanforderungen. Große Poster können auch mit 72 dpi ausgedruckt werden. Die in den technischen Daten des Druckers angegebenen dpi sind in diesem Zusammenhang aufgrund der verwendeten Rasterverfahren nicht relevant.
Wie man sieht, reicht für 10 x 15-Urlaubsbilder eine brauchbare 2-Megapixelkamera, für A4 benötigt man ca. 8 Megapixel und für A3 in voller Fotoqualität müssen es ca. 17 Megapixel sein.
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